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Fliesenformen


Bis in die späten 70er Jahre wurde zum größten Teil nur ein Hauptformat an Wandfliesen in der Abmessung von 15x15 cm angeboten.
Alle angebotenen Fliesenmaße unterliegen einem Standard-Raster: Wird z.B. ein Verlegungsplan vom Fliesenleger für ein Bad erstellt, wird dieser grundsätzlich auf Basis eines Grundrasters von 60 cm aufgebaut. Alle klassischen Badfliesen sind in einem auf dieses Grundraster ausgerichtetem Format erhältlich, wie z.B. 15x15, 20x20 oder 30x30 cm. Neuere Formen im Hochformat, wie 15x20 oder 20x30 bis hin zu 120 x 120 cm und sogar noch größer passen sich ebenfalls diesem Raster an.

Wesentlich größer ist das Angebot an Formaten und Formen im Steinzeugfliesenbereich. Von quadratisch bis hin zu Sechs- oder Achtecken sind unzählige Formen und Größen erhältlich und meist auch untereinander sehr kreativ in Form und Farbe kombinierbar.

Der Fliesenleger unterscheidet zwischen zwei unterschiedlichen Maßangaben bei Fliesengrößen. Das sogenannte Werkmaß beschreibt das tatsächliche Fliesenmaß; das Nennmaß hingegen bezieht sich auf das Werkmaß plus die Hälfte einer durchnittlichen Fugenbreite von circa 3 Zentimetern.

Die heutzutage am Weitesten verbreiteten Fliesengrößen sind 25x33 cm und 30x90 cm für Wandfliesen und 33x33 cm und 45x90 cm für Bodenfliesen.
Alle kleinen Fliesen im quadratischen Format zwischen 1 bis 10 cm bezeichnet man als Mosaikfliesen.

Für besondere Anforderungen und Designs wurden jedoch auch Sonderformen entwickelt: Sockelausbildungen, Treppenstufen mit abgerundeten Kanten, speziell designte Ecken und Bordüren geben der Standard gefliesten Wand oder dem Boden exklusive Highlights, kombiniert mit praktischen Ergänzungen.